Wie interpretiere ich Statistiken bzw. sind wir alle böse Raubkopierer?

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Die Aufregung vor drei Tagen war relativ groß. In einer von der IFPI in Auftrag gegebenen und von GfK Austria durchgeführten Studie wurde festgestellt, dass 6 Millionen Österreicher urheberrechtlich geschütztes Material gespeichert haben. Im Durchschnitt liegen auf einer Festplatte 2.716 Musiktitel, 1.339 Fotos und Bilder, 317 urheberrechtlich geschützte Texte sowie 301 Filme und 91 Hörbücher. Die Initiative „Kunst hat Recht“ zitiert diese Studie und führt an, dass eine Festplattenabgabe dringend notwendig sei, um die Urheber zu entschädigen.

Nachdem die Zahlen von etlichen Twitter Usern angezweifelt wurden rudert „Kunst hat Recht“ schon etwas zurück:

Ich bin der Meinung, dass die Studie völlig korrekt ist. Um dies zu belegen habe ich zwei Ordner auf meiner Festplatte analysiert. Es handelt sich um den Ordner ‚iPhone‘, in dem ich meine mit dem iPhone aufgenommenen Fotos und Videos speichere und den Ordner ‚SJ 2011/12‘, der meine Unterrichtsmaterialen aus dem entsprechenden Schuljahr enthält. Diese zwei Ordner enthalten jede Menge urheberrechtlich geschütztes Material. Genau genommen:

  • 2.801 Bilder
  • 63 Filme
  • 342 Texte

 
Ich selbst bin der Urheber dieser Werke. Es handelt sich daher eindeutig um urheberrechtlich geschütztes Material. Ob dies in der Studie berücksichtigt wird, kann man leider noch nicht sagen, weil Details dazu noch nicht veröffentlicht sind. Ich bin auf jeden Fall gespannt!

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